Porträt
Der Vater der Heimwerker

„Bübli, sag immer die Wahrheit“, mahnte die Großmutter ihren Enkel Manfred Maus, der die Ferien in Omas Getreidemühle und Sägewerk verbrachte. Viele Jahre später gründete eben dieser Enkel vom Bergischen Land aus das Baumarkt-Imperium Obi, mit 6,4 Milliarden Umsatz heute Branchenführer in Deutschland, weltweit auf Rang 5. Den Erfolg führt der Gründer auf etwas zurück, das für Großmütter meist selbstverständlich ist, Firmenbossen auf dem Weg zu Macht und Geld aber teils abhanden zu kommen scheint: Werte. Maus hält es eher mit seiner Oma: „Es gibt tausende gute Unternehmen, aber die exzellenten werden geführt nach Werten. Die Unternehmenskultur ist entscheidend für den Erfolg.“
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In Wuppertal-Ronsdorf entstand in nur zwei Jahren die sicherste und modernste Justizvollzugsanstalt für jugendliche Straftäter in Nordrhein-Westfalen. Wie fühlt man sich zwischen Kleinkriminellen und Schwerverbrechern? Redakteur Sebastian Last ließ sich einen Tag lang einsperren.
Ein Tag im Knast

Gitterstäbe durchsieben die Morgensonne. Trotzig pflügen ihre Strahlen zwischen den stählernen Schranken hindurch, malen ein kariertes Bild aus Schatten an die Wand. Die Sonne ist die Einzige, die, vorbei am unnachgiebigen Spinnennetz vor meinem Fenster, Einlass in die Zelle findet. Haftraum vier in Abteilung C3 für jugendliche Strafgefangene der JVA Wuppertal-Ronsdorf – einer von insgesamt 454. Das Fenster ist groß, ich kann es öffnen, doch am Sims endet heute meine Welt. Manganhartstahl ist extrem widerstandsfähig. Keine Flex kommt da durch und abgesehen davon habe ich auch keine in der Hosentasche – es sind ohnehin nicht mehr meine eigenen Jeans. Niemand kommt hier alleine raus. Durch die engmaschige Feinvergitterung passen mit gutem Willen drei Finger. Die groben Stangen sind bereits zu eng, um den Kopf durchzustecken. So höre ich meine neuen Nachbarn lediglich: „Hey, Frischfleisch!?“ Das reicht schon. Aber hier drin bin ich ja sicher. ...weiterlesen
Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln über die Auswirkungen von Basel III
Gefährdet Bankenrettung den Mittelstand?

Jeder im Bergischen Land weiß, worum es bei „Stuttgart 21“ geht. Nur wenige wissen hingegen, was „Basel III“ ist. Dabei kann das Banken-Reformpaket auch für Unternehmer, Kommunen und Bürger im Bergischen gravierende Auswirkungen haben. Während von Basel aus die Welt vor einer neuen Finanzkrise gerettet werden soll, wird sich im Bergischen mancher nicht mehr retten können. Doch Wissen wie Widerstand sind gering - vielleicht auch, weil die Veröffentlichungen zu Basel III den Bürger meist nur das verstehen lassen, was in Stuttgart gebaut werden soll: Bahnhof. Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln, hat uns geholfen, die wichtigsten Fakten und Auswirkungen verständlich darzustellen. ...weiterlesen





